Wenn Wahltag ist, dann geh' ich wählen,
auch wenn ich mir nicht viel erhoff'.
Sie sollen meine Stimme zählen,
dann schwelt mein Wort im Wählertopf.
Die Welt wird sich wohl kaum verändern,
gleich wem ich meine Stimme geb'.
Sie bleibt - wie stets - in reichen Händen,
Gewicht hat, wer im Luxus lebt.
An bunten Marionetten ziehen,
das ist das Spiel des reichen Manns.
Den Regeln kann kein Mensch entfliehen,
wer reichlich gibt, beherrscht das Land.
So fließt das Geld in bunte Taschen,
mal gelb, mal schwarz, mal rot, mal grün.
Die Ideale auszuwaschen,
erfordert selten viel Bemühn'.
Nicht jeder muss sich vornehm bücken,
eh' er die Spender rückbeschenkt -
Den Gelben ist es ein Entzücken,
wenn Reichtum die Geschicke lenkt.
Ein Spruch erschallt in meinem Herzen,
wenn ich den Gang zur Wahl erwäg':
"Auf, löschen wir die gelben Kerzen,
sie haben uns zu stark geprägt!"
Ich will mein Stimmchen gern vergeuden,
zum Hohn der letzten Wahnidee.
Drum feier ich schon jetzt mit Freuden
den Untergang der FDP...
Donnerstag, 29. August 2013
Donnerstag, 30. Mai 2013
Die Prinzen und der Dichter
Der Prinz küsst seinen Prinzen,
streichelt zärtlich seinen Ring.
Die Menge schaut zum Dichter,
ruft ihn an: "Nun, Dichter, sing!"
Er weigert sich zu reimen,
weil ihm Homo-Glück missfällt.
Er windet sich verlegen,
vom Erwartungsdruck gequält.
Die Menge tost vor Freude
ob des feierlichen Akts,
bejubelt ihre Prinzen,
als das Dichterherz verzagt.
Da schallt ein Ruf, verbittert:
"Dies ist wieder die Natur!
Sich homophil zu binden
ist ein lästerlicher Schwur!"
Die Guten werfen Steine,
den Verächter trifft's ins Herz.
So erntet er das Seine,
Schlag um Schlag spürt er den Schmerz.
"Ach, hätte ich geschwiegen",
denkt er schweigend, doch: zu spät.
Die Worte sind gesprochen,
was ihn meuchelt, bleibt gesät.
Das Treiben schwuler Prinzen
sieht die Welt mal schwarz, mal weiß.
Man sollte dazu schweigen
oder reden - auf Geheiß.
streichelt zärtlich seinen Ring.
Die Menge schaut zum Dichter,
ruft ihn an: "Nun, Dichter, sing!"
Er weigert sich zu reimen,
weil ihm Homo-Glück missfällt.
Er windet sich verlegen,
vom Erwartungsdruck gequält.
Die Menge tost vor Freude
ob des feierlichen Akts,
bejubelt ihre Prinzen,
als das Dichterherz verzagt.
Da schallt ein Ruf, verbittert:
"Dies ist wieder die Natur!
Sich homophil zu binden
ist ein lästerlicher Schwur!"
Die Guten werfen Steine,
den Verächter trifft's ins Herz.
So erntet er das Seine,
Schlag um Schlag spürt er den Schmerz.
"Ach, hätte ich geschwiegen",
denkt er schweigend, doch: zu spät.
Die Worte sind gesprochen,
was ihn meuchelt, bleibt gesät.
Das Treiben schwuler Prinzen
sieht die Welt mal schwarz, mal weiß.
Man sollte dazu schweigen
oder reden - auf Geheiß.
Samstag, 25. Mai 2013
Finstere Mahnung
Von All-Time-High zu All-Time-High,
der Handel blüht, mit Kampfgeschrei.
Kein Wölkchen trübt die Zuversicht,
als Börsianer denkt man nicht -
an Morgen.
Der Coutndown läuft, wir schweigen still,
weil keiner etwas ändern will.
Man rette sich, solang man kann,
Gewinner ahnen dann und wann -
das Ende.
Die Welt schwimmt in erträumtem Geld,
doch wehe, wenn der Vorhang fällt.
Dann bricht die Illusion entzwei,
dann eilen Frust und Not herbei -
und Sorgen.
Was einst geschieht, ist noch egal,
die Zwänge lassen keine Wahl.
Wenn irgendwann der Index fällt,
kommt schneller, als uns das gefällt -
die Wende.
der Handel blüht, mit Kampfgeschrei.
Kein Wölkchen trübt die Zuversicht,
als Börsianer denkt man nicht -
an Morgen.
Der Coutndown läuft, wir schweigen still,
weil keiner etwas ändern will.
Man rette sich, solang man kann,
Gewinner ahnen dann und wann -
das Ende.
Die Welt schwimmt in erträumtem Geld,
doch wehe, wenn der Vorhang fällt.
Dann bricht die Illusion entzwei,
dann eilen Frust und Not herbei -
und Sorgen.
Was einst geschieht, ist noch egal,
die Zwänge lassen keine Wahl.
Wenn irgendwann der Index fällt,
kommt schneller, als uns das gefällt -
die Wende.
Samstag, 20. April 2013
Sie
Sie trieb die Armen unter Brücken,
erschloss den Schwachen Wohlstandslücken,
nahm Ronald Reagan bei der Hand.
Sie peitschte auf und rief zum Kriege,
sie feierte gefälschte Siege
und hob sich in den Adelsstand.
Mit Milton Friedmans Wirtschaftslehren
half sie den Reichen, Reichtum mehren
und rief das Volk zur Disziplin.
Ihr Kampf galt den sozialen Normen,
drum schuf sie sich Sozialreformen,
bis ihr die Welt gerechter schien.
Die Opfer können sich nicht wehren,
wenn Heuchler ihre Werke ehren.
Salonkritik hat kein Gewicht.
Am Ende gibt es keine Klagen,
man hüllt ihr Tun in Sang und Sagen,
ihr Leib vergeht, die Lügen nicht.
Das kalte Gift aus ihrem Munde,
macht allenthalben noch die Runde,
und zwingt Europa in die Knie.
Nun liegt sie tot, gesalbt in Tränen,
schon poltern die Polithyänen -
ihr Kern aus Eisen schmilzt wohl nie…
Margret Thatcher; Thatcherismus; Milton Friedman; Ronald Reagan; Nachruf
erschloss den Schwachen Wohlstandslücken,
nahm Ronald Reagan bei der Hand.
Sie peitschte auf und rief zum Kriege,
sie feierte gefälschte Siege
und hob sich in den Adelsstand.
Mit Milton Friedmans Wirtschaftslehren
half sie den Reichen, Reichtum mehren
und rief das Volk zur Disziplin.
Ihr Kampf galt den sozialen Normen,
drum schuf sie sich Sozialreformen,
bis ihr die Welt gerechter schien.
Die Opfer können sich nicht wehren,
wenn Heuchler ihre Werke ehren.
Salonkritik hat kein Gewicht.
Am Ende gibt es keine Klagen,
man hüllt ihr Tun in Sang und Sagen,
ihr Leib vergeht, die Lügen nicht.
Das kalte Gift aus ihrem Munde,
macht allenthalben noch die Runde,
und zwingt Europa in die Knie.
Nun liegt sie tot, gesalbt in Tränen,
schon poltern die Polithyänen -
ihr Kern aus Eisen schmilzt wohl nie…
Margret Thatcher; Thatcherismus; Milton Friedman; Ronald Reagan; Nachruf
Samstag, 30. März 2013
Gedanken eines Kameramanns
Ein Mann im Anzug posiert
vor meiner Kamera. Er ist hübsch
und war auf dem Gymnasium.
Seine Religion macht ihn reich.
Ein Mann im Anzug posiert
vor meiner Kamera. Er lächelt
blöde - fürs Protokoll.
Was wohl geschähe, wenn
ich an seiner gelben Krawatte
zöge? Ganz eng, bis er seine
Worte verschluckt?
Schau dir an, wie er da
steht und sich aufbläht.
Das ist sein Stil: Ein holder
Kasper im Sonnenschein.
Mit Abitur.
Die ganze Woche quatscht
er von Freiheit, während
Männer wie ich ihn gut
ausschauen lassen. Das
Männer wie ich ihn gut
ausschauen lassen. Das
Publikum nimmt ihn wichtig.
In Gedanken höre ich meine
Registrierkasse klimpern.
Der miese kleine Juppie posiert
weiter und lässt sich feiern -
im Nadelstreifen, mit
strahlend weißen Zähnen.
In seiner Nähe verfluche
ich meine Arbeit...
Wenn ich doch nur einmal
Löcher schießen dürfte, statt Bilder.
Das würde der Welt gut tun.
Mittwoch, 27. März 2013
Geht doch!
"Wenn Ihr SIE nicht lobt, gehen SIE ins Ausland",
sagt man uns. "Unser Wohl steht und fällt mit
DEM IHREN. Solange SIE im Luxus schwelgen,
haben wir zu essen; solange IHRE Schuhe glänzen,
fällt Licht auf uns. Damit wir existieren können,
müssen SIE sich wohl fühlen, denn IHRE
Fähigkeiten schmieden unser Glück. Wollen wir
SIE halten, sollten wir schweigen. IHRE Fehler sind
verzeihlich, IHRE Cleverness ebnet uns Wege.
SIE wissen, was gut für uns ist, auch wenn wir
IHRE Weisheit kaum verstehen. Ohne Vertrauen
zerbricht unsere Welt. Wenn das geschieht,
bekommen wir im Alter nichts zu essen und unsere
Kinder vergammeln auf den Straßes. Die GROßEN
MACHER sorgen für uns. Wir hängen am Tropf
IHRER Güte, sind IHNEN auf Gedeih und Verderb
ausgeliefert. Alles, was IHNEN im Wege steht,
muss fallen, damit SIE ungehindert wirken können.
Regeln sind wie Barrikaden, die IHRE Kreativität
eindämmen. Wir brauchen keine Regeln, weil SIE
für uns sorgen. SIE brauchen Freiheit."
Ich finde, wir sollten SIE davon jagen. SIE
deregulieren, privatisieren und globalisieren allein
zu IHREM Vorteil. Sie finden die Welt in Ordnung,
zu IHREM Vorteil. Sie finden die Welt in Ordnung,
solange wir IHR ausschweifendes Leben bezahlen.
Unser Unglück schieben SIE auf die Armen und
greifen uns unvermittelt in die Tasche. SIE stellen
uns auf den Kopf und schütteln, bis unsere letzten
Cents in IHREN Händen liegen. Danach zeigen SIE
mit den Fingern auf unsere Ärmsten und behaupten,
sie seien es, die uns bestohlen hätten. Tag für Tag
liegen SIE uns mit IHREM Geschwätz in den Ohren.
IHR Gesäusel dringt aus Fernsehern, Radios, Zeitungen
und billigen Telefonen. SIE waschen unsere Gehirne,
indem SIE IHRE Wahrheit wie ein Mantra in die Welt
Cents in IHREN Händen liegen. Danach zeigen SIE
mit den Fingern auf unsere Ärmsten und behaupten,
sie seien es, die uns bestohlen hätten. Tag für Tag
liegen SIE uns mit IHREM Geschwätz in den Ohren.
IHR Gesäusel dringt aus Fernsehern, Radios, Zeitungen
und billigen Telefonen. SIE waschen unsere Gehirne,
indem SIE IHRE Wahrheit wie ein Mantra in die Welt
tragen: Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für
Minute. Weil wir bequem sind, lauschen wir dem
Chor der Gleichgeschalteten ohne nachzudenken.
Minute. Weil wir bequem sind, lauschen wir dem
Chor der Gleichgeschalteten ohne nachzudenken.
Biologische Politik klingt clever, und wenn wir uns
nur anstrengen, könnten wir eines Tages zu IHNEN
gehören. Dann tauchen wir in den Champagnersee
und feiern Stehpartys mit Carsten Maschmeyer.
nur anstrengen, könnten wir eines Tages zu IHNEN
gehören. Dann tauchen wir in den Champagnersee
und feiern Stehpartys mit Carsten Maschmeyer.
Donnerstag, 14. März 2013
Der Plan
„Sind Sie schwach und ausgehungert?“
„Im Süden, im Norden,
im Osten und Westen?“
„Genau.“
„Ja, sie sind
ausgehungert.“
„Funktionieren ihre Fernseher?“
„Ja.“
„Schauen Sie artig fern?“
„Ich denke schon.“
„Haben Sie unsere Träume gefressen?“
„Ja - groß wollen sie
sein, reich und berühmt.“
„Schön wollen Sie nicht sein?“
„Doch, auch schön.“
„Gut.“
„Was macht mein Geld?“
„Es mehrt sich, Sire.“
„Kennen Sie meinen Namen?“
„Nein, sie schimpfen
auf die Banken.“
„Und ich? Schimpfe ich auch auf die Banken?“
„Natürlich, Sire.“
„Hassen Sie die Banken?“
„Und ob, Sire.“
„Gut. Und wurden weitere Banker ermordet?“
„Ja, Sire.“
„Wie laut sind die Stimmen unserer Feinde?
„Kaum zu hören.“
„Gut.“
„Man lacht sie aus!“
„Wen?“
„Unsere Feinde.
Keiner nimmt sie ernst.“
„Was bleibt dann noch zu tun?“
„Wir müssen in Medien investieren!“
„Warum?“
„Weil der Zins fällt.“
„...damit wir sicher sein können...“
„…dass sie haften?“
„Genau.“
„Sire, wir müssen mit
einem Krieg rechnen!“
„Gutes Geschäft?“
„Ich denke schon.“
„Wer will den Krieg?“
„Die Völker Europas!
In den armen Ländern, weil man sie kaufen will.
In den reichen Ländern will keiner bezahlen.“
„Wen bezahlen?“
„Na uns, Sire.“
„Und keiner merkt etwas?“
„Nein, Sire. Sie
schauen Fernsehen…“
„…und glauben an die Freiheit?“
„Jawohl, sie glauben an die Freiheit.“
„Gut.“
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